© Kasskara
 

Belmont-Preis 2004
für zeitgenössische Musik

Carolin Anne Widmann

Geigerin aus London
und Leipzig

www.carolinwidmann.com

Begründung des Kuratoriums

Beeindruckend ist ihr Geigenspiel – vor allem der Musik unserer Zeit – durch
ihren Mut zur emotionalen Offensive und durch den tiefen Ernst ihrer musikalischen Gestaltung.
In perfekter Balance zwischen Verstand und Gefühl meistert sie mit Bravour alles Spieltechnische.

„Auch wenn unsere Stiftung ausdrücklich die zeitgenössische Musik fördert, so finden wir mit Paul Valéry, dass „das ausschließliche Gefallen am Neuen einen Verfall des kritischen Verstandes“ bedeutet.
Fachmännisch ergänzt Walter Levin das bonmot, wenn er fordert: „Man muss Neue Musik spielen, um der Alten gerecht zu werden.“
Gabriele Forberg-Schneider

© Thomas Janssen

„Wie sich die irisierenden Tonverflechtungen in Pierre Boulez’ Anthèmes mit subkutaner Emotion auflud und dem gegenüber Richard Strauss’ frühe Violinsonate mit obertönig eingezuckertem Süßholzton aufkochte, ohne die romantisch überfließende Melodik sentimental zu verunglimpfen, verströmten den luftigen Atem einer italienischen Sommernacht.
Die Persönlichkeit dieser Ausnahmegeigerin verglich Markus Fein mit Schönbergs Diktum: „Kunst kommt nicht von können, sondern vom Müssen.“
Die Welt, 10. August 2004
 
Eigene Projekte / 2008
www.carolinwidmann.com